Varianten Wasserkraft Obere Isel (April 2012)

Variantenüberblick

Zehn mögliche Varianten

Eine Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) = die Einreichung des Projektes erfordert eine Überprüfung der besten Umweltoption. Daher wurden mehrere Varianten geplant und bewertet. Die Bewertung der einzelnen Varianten wird anhand von 39 Kriterien vorgenommen. Diese Varianten wurden beim Planungsgespräch im April der Bevölkerung vorgestellt, deren Sichtweise eingeholt. Die Entscheidung treffen die Projektwerber nach Anhörung der Gemeinderäte und des Iselrates.

Technische Daten (umfasst die Bandbreiten aller Varianten)
Wasserfassung (Höhenlage) ca. 1316-1350 m
Tagesspeicher ca. 60.000 – 120.000 m³
Triebwasserweg

  • Horizontalstollen 11.800 – 16.100 m, im Durchschnitt 3,0 m
  • Druckschacht 309 – 356 m, im Durchschnitt 2,2 m
  • Druckstollen 700 – 1.300 m, im Durchschnitt 2,2 m
  • Druckrohrleitung 0 – 700 m, im Durchschnitt 2,2 m

Bruttofallhöhe 348 – 424,0 m
Nettofallhöhe 327 – 398,0 m
Ausbauwassermenge 15,0 m³/sec
Jahresarbeitsvermögen 123 – 143 GWh
Engpassleistung 42 – 51 MW
Investition 125 – 153 Mio €
Spezifische Kosten 0,97 – 1,11 €/kWh

Vier Varianten NORD

Toinig-Virgen NORD
Toinig-Matrei NORD
Bei diesen beiden Varianten liegt die Wasserfassung rund 100m unterhalb des Toinig Wasserfalls. Das Triebwasser wird unterirdisch dem Speicherteich Toinig (ca. 90m x 330m) zugeführt. Dieser ist im Süden durch die Talflanke des Toinig und im Osten durch die bestehende Hangterasse begrenzt. Die Nord- und Westbegrenzung bilden Schüttdämme. Die Isel wird in diesem Bereich nach Norden an den Fuß des anstehenden Felskopfes gelegt, der südliche Zubringer Lasnitzenbach wird nicht berührt. Das Krafthaus steht entweder in Virgen-Mitteldorf oder Matrei-Nord.

Feldner-Virgen NORD
Feldner-Matrei NORD
Der Speicherteich Feldner (ca. 140m x 150m) wird bei dieser Projektvariante in der Iselschleife südöstlich von Hinterbichl situiert. Die Wasserfassung liegt am Ende dieser Flussschleife unterhalb des Zusammenflusses von Isel und Islitz sowie der Unterwasserkanal-Einmündung des TIWAG-Kraftwerkes Dorfertal. Somit sind alle Zuflüsse erfasst. Das Triebwasser wird aus der Wehranlage entnommen und dem Speicherteich zugeführt. Die Wasserleitung führt nördlich über Mitterndorf in Richtung Hinterbichl, das Krafthaus steht in Virgen-Mitteldorf oder Matrei-Nord.

 Sechs Varianten SÜD

Toinig-Virgen SÜD
Toinig-Matrei SÜD
Diese Variante(n) haben zwei Wasserfassungen, eine an der Isel etwa 100 m unterhalb des Toinig Wasserfalls, die zweite an der Isel unterhalb von Feldner, von wo das Wasser in den Stollen gepumpt werden muß. Die Stollentrasse ist gleich wie bei allen Südvarianten, ebenso die Krafthäuser in Virgen-Mitteldorf und Matrei-Seblas.

Feldner-Virgen SÜD
Feldner-Matrei SÜD
Der Wasserstollen dieser(n) Variante(n) führt südlich des Tales außerhalb der Randzone des Nationalparks und quert den Mulitzbach. Von hier an verläuft die Stollentrasse paralell zur Talflanke und schwenkt schließlich nach Norden zum Wasserschloss. Das Krafthaus befindet sich in Virgen-Mitteldorf oder in Matrei-Seblas.

Prägraten-Virgen SÜD
Prägraten-Matrei SÜD
Bei dieser(n) Variante(n) ist die Wasserfassung unterhalb der Brücke zum Gehöft Feldner vorgesehen. Das Triebwasser wird über ca. 2 km zur Schieberkammer und von hier aus zum Speicherteich Prägraten (ca. 70mx280m) geführt. Der Teich wird auf einer Schwemmboden-Terrasse errichtet und zum Krafthaus in Virgen-Mitteldorf oder Matrei-Seblas durchgeleitet. Der Triebwasserweg verläuft gleich wie in der vorigen Variante.

 

Detailblick auf die drei möglichen Wasserfassungen: Toinig – Feldner – Prägraten

Wasserfassungen

 

Detailblick auf die 3 möglichen Krafthausstandorte: Virgen – Matrei NORD – Matrei SÜD (Seblas)

Krafthausstandorte

 

Hier finden Sie die Präsentation zu den Varianten.

 
 

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