Projektidee (Feber 2011)

Stand Feber 2011: Die Projektidee zur Wasserkraft Obere Isel beinhaltet die Wasserfassung im Nebenschluss im hinteren Virgental. D.h. Wasser der Isel wird in einem Tagesspeicher, der etwa die Größe eines Beschneiungsspeichers hat, gesammelt. Dann wird das Wasser durch eine Druckrohrleitung am Nordhang des Tales entlang bis zum Talausgang weitergeleitet und östlich bei Mitteldorf im Krafthaus zu Strom verarbeitet. Ein Schwallausgleichsbecken sorgt dafür, dass das Wasser entsprechend der Abflussdynamik der Isel wieder in den Fluss eingeleitet wird.

Nach Abschluss der Bauarbeiten sind folgende Veränderungen im Landschaftsbild sichtbar:

  • ein Teich – Tagesspeicher im hinteren Virgental
  • ein Teich – Schwallausgleichbecken im Talausgang
  • das in den Hang eingebaute Krafthaus und
  • eine verminderte Wasserführung der Isel zwischen den Teichen – Winter ca. 3-5cm, Sommer ca. 20-30cm geringerer Wasserstand

zur Projektidee – das erste Konzept

Das Konzept für die Umweltverträglickheitserklärung = die erste Projektidee wurde im Feber 2011 fertiggestellt: UVE Konzept Virgental Feber 2011, Übersichtsplan Iseltal, Lageplan I, Lageplan II, Triebwasserweg

Im Oktober 2011 wurden erste Abänderungen zur ersten Projektidee vorgenommen – Konzept Wasserkraft Obere Isel – von folgenden Eckdaten geht man aus:

  • Jahresarbeitsvermögen Wasserkraft Obere Isel
    bei 47 MW Leistung eine Produktion von 140 GWh
  • Ertrag versus Kosten (geschätzt auf Basis der bekannten Daten von 2011)
    60€/MWh Ertrag zu 48 €/MWh Kosten -> d.h. ca. 20% vom Umsatz sind Gewinn

Varianten – der Weg von der Idee zum Projekt

Im Zuge der Planung und erster Untersuchungen im Detail wurden mehrere Varianten durchgeplant, vorbewertet und der Bevölkerung vorgestellt.

Überblick über den Planunsgprozesse

Ein Kraftwerk zu planen erfordert viele Planungsschritte und es ist ein umfangreiches Verfahren (UVP) zu durchlaufen. Die folgende Grafik soll skizzenhaft verdeutlichen, welche Schritte gemacht werden und welche Rolle der Virgentaler Weg dabei spielt.

Plangungsprozess

Gerne verdeutlichen wir unseren Weg

  • Freifließender Gletscherfluss bleibt erhalten, weil die Isel nicht aufgestaut wird
  • Isel transportiert Gletscherschliff weiterhin ungehindert ab, weil sie nicht aufgestaut wird
  • Unverwechselbare Natur bleibt erhalten, weil man letzlich nur zwei Teiche und das Krafthaus sieht
  • Die Isel führt auch weiterhin Wasser, weil nie weniger Wasser als jetzt bei Niederwasser fließen darf
  • Natürliche Abflussdynamik des Gletscherflusses bleibt erhalten, weil wir darauf besonders achten
  • Wildwassersport ist auf der Isel weiterhin möglich, nur die Tageszeit der Nutzung ändern sich
  • Guter ökologischer Zustandes der Isel bleibt erhalten, weil wir uns dazu verpflichten
  • Einmündungen der Bäche wird verbessert durch gezielte Renaturierung

… das heißt

  • zwei Tagesspeicher bereichern die Landschaft, weil wir sie schön gestalten
  • Krafthaus kann touristische Attraktion werden
  • Wasserkraft ist Ergänzung zu Sonnen- & Windenergie und ersetzt fossile Energieträger, von denen wir uns schrittweise unabhängiger machen wollen

                               

 
 

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