Projektentwicklung

Projekt (Stand Juni 2012)

Die Variante Toinig – Virgen – Süd (Juni 2012)

Beim Planungsgespräch im April wurden 14 Varianten vorgestellt und die Präferenz der Bürgerinnen und Bürger von Virgen und Prägraten fiel auf die Variante Toinig-Virgen SÜD. Die Gemeinderäte von Prägraten und Virgen sahen in der Variante Toinig-Virgen SÜD auch die meisten Vorteile und stimmten daher in den Gemeinderatsitzungen für die weitere Planung an dieser Variante.  Die genauen Details des Projektes Toinig-Virgen SÜD wurden im Zuge des Planungsgespräches III. (siehe Präsentation Planungsgespräch III.) am 15. Juni 2012 in Virgen vorgestellt.

Details zum Projekt Toinig – Virgen – SÜD

TOINIG-VIRGEN-SÜD hat zwei Wasserfassungen: eine ca. 100 m unterhalb des Toinig Wasserfalls, die direkt in den Speicher führt und eine unterhalb von Feldner, die in den Stollen geht. Das Krafthaus liegt bei Virgen-Mitteldorf.

Derzeit werden alle nötigen Untersuchungen durchgeführt um die Planungsunterlagen vorzubereiten inkl. Planung ökologischer Ausgleichsmaßnahmen, Deponiestandorte, etc.

Umweltverträgliches Kraftwerk Toinig – Virgen – SÜD

  • Fluss soll im Landschaftsbild erhalten bleiben
  • Lebewesen sollen auch weiterhin ihren Lebensraum haben
  • Pflanzen sollen auch weiterhin dort gedeihen und sich ausbreiten können
  • Nationalpark wird nicht berührt

 

Varianten Wasserkraft Obere Isel (April 2012)

Zehn mögliche Varianten

Eine Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) = die Einreichung des Projektes erfordert eine Überprüfung der besten Umweltoption. Daher wurden mehrere Varianten geplant und bewertet. Die Bewertung der einzelnen Varianten wird anhand von 39 Kriterien vorgenommen. Diese Varianten wurden beim Planungsgespräch im April der Bevölkerung vorgestellt, deren Sichtweise eingeholt. Die Entscheidung treffen die Projektwerber nach Anhörung der Gemeinderäte und des Iselrates.

Technische Daten (umfasst die Bandbreiten aller Varianten)
Wasserfassung (Höhenlage) ca. 1316-1350 m
Tagesspeicher ca. 60.000 – 120.000 m³
Triebwasserweg

  • Horizontalstollen 11.800 – 16.100 m, im Durchschnitt 3,0 m
  • Druckschacht 309 – 356 m, im Durchschnitt 2,2 m
  • Druckstollen 700 – 1.300 m, im Durchschnitt 2,2 m
  • Druckrohrleitung 0 – 700 m, im Durchschnitt 2,2 m

Bruttofallhöhe 348 – 424,0 m
Nettofallhöhe 327 – 398,0 m
Ausbauwassermenge 15,0 m³/sec
Jahresarbeitsvermögen 123 – 143 GWh
Engpassleistung 42 – 51 MW
Investition 125 – 153 Mio €
Spezifische Kosten 0,97 – 1,11 €/kWh

Vier Varianten NORD

Toinig-Virgen NORD
Toinig-Matrei NORD
Bei diesen beiden Varianten liegt die Wasserfassung rund 100m unterhalb des Toinig Wasserfalls. Das Triebwasser wird unterirdisch dem Speicherteich Toinig (ca. 90m x 330m) zugeführt. Dieser ist im Süden durch die Talflanke des Toinig und im Osten durch die bestehende Hangterasse begrenzt. Die Nord- und Westbegrenzung bilden Schüttdämme. Die Isel wird in diesem Bereich nach Norden an den Fuß des anstehenden Felskopfes gelegt, der südliche Zubringer Lasnitzenbach wird nicht berührt. Das Krafthaus steht entweder in Virgen-Mitteldorf oder Matrei-Nord.

Feldner-Virgen NORD
Feldner-Matrei NORD
Der Speicherteich Feldner (ca. 140m x 150m) wird bei dieser Projektvariante in der Iselschleife südöstlich von Hinterbichl situiert. Die Wasserfassung liegt am Ende dieser Flussschleife unterhalb des Zusammenflusses von Isel und Islitz sowie der Unterwasserkanal-Einmündung des TIWAG-Kraftwerkes Dorfertal. Somit sind alle Zuflüsse erfasst. Das Triebwasser wird aus der Wehranlage entnommen und dem Speicherteich zugeführt. Die Wasserleitung führt nördlich über Mitterndorf in Richtung Hinterbichl, das Krafthaus steht in Virgen-Mitteldorf oder Matrei-Nord.

Sechs Varianten SÜD

Toinig-Virgen SÜD
Toinig-Matrei SÜD
Diese Variante(n) haben zwei Wasserfassungen, eine an der Isel etwa 100 m unterhalb des Toinig Wasserfalls, die zweite an der Isel unterhalb von Feldner, von wo das Wasser in den Stollen gepumpt werden muß. Die Stollentrasse ist gleich wie bei allen Südvarianten, ebenso die Krafthäuser in Virgen-Mitteldorf und Matrei-Seblas.

Feldner-Virgen SÜD
Feldner-Matrei SÜD
Der Wasserstollen dieser(n) Variante(n) führt südlich des Tales außerhalb der Randzone des Nationalparks und quert den Mulitzbach. Von hier an verläuft die Stollentrasse paralell zur Talflanke und schwenkt schließlich nach Norden zum Wasserschloss. Das Krafthaus befindet sich in Virgen-Mitteldorf oder in Matrei-Seblas.

Prägraten-Virgen SÜD
Prägraten-Matrei SÜD
Bei dieser(n) Variante(n) ist die Wasserfassung unterhalb der Brücke zum Gehöft Feldner vorgesehen. Das Triebwasser wird über ca. 2 km zur Schieberkammer und von hier aus zum Speicherteich Prägraten (ca. 70mx280m) geführt. Der Teich wird auf einer Schwemmboden-Terrasse errichtet und zum Krafthaus in Virgen-Mitteldorf oder Matrei-Seblas durchgeleitet. Der Triebwasserweg verläuft gleich wie in der vorigen Variante.

Detailblick auf die drei möglichen Wasserfassungen: Toinig – Feldner – Prägraten

Wasserfassungen

Detailblick auf die 3 möglichen Krafthausstandorte: Virgen – Matrei NORD – Matrei SÜD (Seblas)

Krafthausstandorte

 

Hier finden Sie die Präsentation zu den Varianten.

 

Projektidee (Feber 2011)

Stand Feber 2011: Die Projektidee zur Wasserkraft Obere Isel beinhaltet die Wasserfassung im Nebenschluss im hinteren Virgental. D.h. Wasser der Isel wird in einem Tagesspeicher, der etwa die Größe eines Beschneiungsspeichers hat, gesammelt. Dann wird das Wasser durch eine Druckrohrleitung am Nordhang des Tales entlang bis zum Talausgang weitergeleitet und östlich bei Mitteldorf im Krafthaus zu Strom verarbeitet. Ein Schwallausgleichsbecken sorgt dafür, dass das Wasser entsprechend der Abflussdynamik der Isel wieder in den Fluss eingeleitet wird.

Nach Abschluss der Bauarbeiten sind folgende Veränderungen im Landschaftsbild sichtbar:

  • ein Teich – Tagesspeicher im hinteren Virgental
  • ein Teich – Schwallausgleichbecken im Talausgang
  • das in den Hang eingebaute Krafthaus und
  • eine verminderte Wasserführung der Isel zwischen den Teichen – Winter ca. 3-5cm, Sommer ca. 20-30cm geringerer Wasserstand

Zur Projektidee – das erste Konzept

Das Konzept für die Umweltverträglickheitserklärung = die erste Projektidee wurde im Feber 2011 fertiggestellt: UVE Konzept Virgental Feber 2011, Übersichtsplan Iseltal, Lageplan I, Lageplan II, Triebwasserweg

Im Oktober 2011 wurden erste Abänderungen zur ersten Projektidee vorgenommen – Konzept Wasserkraft Obere Isel – von folgenden Eckdaten geht man aus:

  • Jahresarbeitsvermögen Wasserkraft Obere Isel
    bei 47 MW Leistung eine Produktion von 140 GWh
  • Ertrag versus Kosten (geschätzt auf Basis der bekannten Daten von 2011)
    60€/MWh Ertrag zu 48 €/MWh Kosten -> d.h. ca. 20% vom Umsatz sind Gewinn

 

 
 

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